Der schönste, kleinste und kürzeste Weihnachtsmarkt der Welt
Der historisch belegte “1. Buchholzer Weihnachtsmarkt” fand am 28.11.2009 von 15 Uhr bis 21 Uhr auf dem Kirchplatz im Stadtteil Buchholz der Stadt Annaberg-Buchholz statt.
Nun bin ich kein Buchholzer und als solcher wohl auch geoutet worden.Warum? Ich kannte faktisch niemanden persönlich, wenn ich nicht den Pressesprecher der Stadt, Herr Matthias Förster, getroffen hätte. So hatte ich den Von-aussn-Blick auf dieses gewiss historische Jubiläum.
1. Weihnachtsmarkt – meine Frage diesbezüglich ergab die Antwort, es gibt in der Chronik der Stadt keinen nachgewiesenen Eintrag, dass in Buchholz je ein Weihnachtsmarkt stattgefunden hätte. Soll ich das kurios finden oder haben die Chronisten die Durchführung von Weihnachtsmärkten einfach nur vergessen. Wie dem auch sei, so fand er nun 2009 zum ersten Male statt. Einen herzlichen Glückwunsch halte ich für sehr angebracht.
Und wie die Buchholzer Bürger feiern können, sehr angenehm. Ich denke, sie haben sehr lange auf einen Weihnachtsmarkt warten müssen und angeregt durch die Initiative “Pro Buchholz” wurden schon andere schöne Veranstaltungen organisiert, und jetzt auch dieser Weihnachtsmarkt.
Das Gesamtensemble des Weihnachtsmarktes war gut gewählt. Der Kirchplatz an der St. Katharinenkirche ist da wohl erste Wahl und das die Kameraden der FFW Buchholz Nachbarn sind von unschätzbaren Vorteil. Sie sind es auch, die für das leibliche Wohl sorgten. Drei Hütten mit dem weihnachtlich Notwendigen, wie Mützen, Filzpantoffel und Sternen dienten wohl mehr der Vollständigkeit eines Marktes , als denn des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Das Wichtigste jetzt, die Menschen waren froh und heiter und genossen ihren Weihnachtsmarkt im Stadtteil Buchholz. Omas und Opas, Familien mit ihren Kindern, Verliebte, Jung und Alt, die Buchholzer waren gekommen um den Weihnachtsmarkt und das Anschieben ihrer Weihnachtspyramide zu feiern.
Mit Sicherheit gibt es einen 2. Buchholzer Weihnachtsmarkt. Liebe Buchholzer, ich wünsche noch viele schöne, kleine und in Zukunft auch längere Weihnachtsmärkte. Nicht des Marktes wegen sondern der Menschen wegen. Gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt stehen, Glühwein schlürfen, eine Mütze kaufen und vor allem miteinander reden und Freude haben, dass ist es was Weihnachtsmärkte ausmacht. Und es kommt etwas hinzu, der Buchholzer Weihnachtsmarkt gehört den Buchholzern und Ihren Gästen. Einen großartigen Touristenmarkt haben wir schon in der Stadt, der sollte reichen.
PS: Hier noch eine Ankündigung der “Pro Buchholz” Initiative:
Laternenwanderung am 29. Dezember
Am 29. Dezember lädt ein weiteres touristisches Glanzlicht nach Buchholz ein.
Ab 17.00 Uhr sind Einwohner und Gäste zu einer stimmungsvollen Laternenwanderung eingeladen. Ebenso wie die erste Tour “Buchholzer
Ausblicke” soll der Rundgang zu den schönsten Buchholzer Ausblicken Türmelfelsen, Stadtfelsen und Halde 116/Drei Könige führen. Zum Abschluss gibt es an der Halde zünftige Speisen und Getränke. Start ist am Hotel Forsthaus. Organisiert wird die Tour gemeinsam vom Tourismusverein Annaberg und der Initiativgruppe „Pro Buchholz“.

























Schön, daß ich Euch wieder gefunden habe. Meine ganzen Links waren vom Blog verschwunden. Ich habe jetzt danach gegoogled
lg Netty
Hi Netty, schön Dich wieder begrüßen zu können. Du bist noch auf der Insel? Dann sende uns doch Fotos oder Texte, wir veröffentlichen das unter Deinem Namen. Alles Liebe und vor allem viele weihnachtliche Grüße zu Dir <:-) HOHOHO!
Wir werden dieses Jahr mal den Weihnachtsmarkt in Chester ausprobieren. Da schicke ich Euch gerne Bilder. Ich weiß nur nicht wann wir fahren.
lg Netty
Bemerkungen zum 1. Weihnachtsmarkt in Buchholz:
Mag ja sein, dass es sich tatsächlich um den ersten Markt handelt, der diesen Namen verdient. Wie ich bereits an anderer Stelle ausgeführt habe, gibt es für Märkte zur Weihnachtszeit auch noch andere Bezeichnungen (Advents-, Dezember-, Lichtl-. Christkindl- oder auch Striezelmarkt). Für eine weihnachtliche Marktatmosphäre in Buchholz vor dem Jahr 2009 will ich drei Belege anführen:
1. In meinen Gesprächen mit Joachim Reim (etwa um 1994/95) kamen wir auch auf das Marktwesen in Buchholz zu sprechen. Dort erklärte er u.a., dass es wohl im Winter 1935/36 Weihnachtsbuden gab, die um die Katharinenirche aufgestellt waren, und die vom NSKVO, dem Nationalsozialistischen Kriegsopfer-Verband, organisiert worden seien (Gesprächsnotiz).
2. Im Jahre 1953 war ich mit meinem Vater in Buchholz . Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass unterhalb der Kirche (ich meine es war dort, wo dann ab 1962 die kleine Wendeschleife entstand) Buden aufgebaut waren, die bescheidenes Weihnachtszeug anboten u.a. von meinem Vater hergestellte Hausschuhe (er war Schäftemacher/Schuhmacher).
3. Im Buch “Ein fotografischer Streifzug durch Buchholz im Erzgebirge von 1900 bis heute”, H&F Verlag Scheibenberg, 2000, findet sich auf Seite 49 unten ein Foto auf dem das “alljährliche Pyramidenanschieben mit Glühwein, Bratwurst und viel Gemütlichkeit” aus dem Jahre 1997 vor dem Schreibwarengeschäft Lehmann in Buchholz abgebildet ist. Vielleicht doch auch ein kleiner “Weihnachts”-Markt?
Selbstverständlich sind all diese weihnachtlichen Bilder nicht vergleichbar mit den hier im Beitrag von René geschauten. Hoffen wir gemeinsam, dass der neue Buchholzer Weihnachtsmarkt auch ein Anlass dafür ist, um die “hochgebaute Stadt, da mein Herz die Heimat hat” (Hymne an Buchholz von Paul Schulz/Richard Wagner) wieder stärker ins Gespräch zu bringen – sie hat es längst verdient!